Optimierung von Logistikkonzepten im automobilen Ersatzteilgeschäft

Ausgangssituation und Projektkontext

Der betrachtete Kunde ist ein großer, überregional tätiger Teilehändler mit einem komplexen Logistiknetzwerk aus Zentrallager, mehreren regionalen Niederlassungen und einer hohen Anzahl gewerblicher Kunden, insbesondere Werkstätten und Flottenbetreiber. Die Logistik bildet dabei einen zentralen Wettbewerbsfaktor, da Liefergeschwindigkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit unmittelbar über Kundenzufriedenheit und Markterfolg entscheiden.

Vor dem Projekt stand der Kunde vor der Herausforderung, dass bestehende Logistik- und Lieferkonzepte den steigenden Anforderungen des Marktes nur noch eingeschränkt gerecht wurden. Insbesondere wachsende Sortimente, erhöhte Lieferfrequenzen sowie steigender Kostendruck machten eine ganzheitliche Überprüfung der bestehenden Supply-Chain erforderlich.


Auftrag und Zielsetzung

Der Auftrag umfasste die Optimierung der gesamten Supply-Chain – vom Zentrallager über die Niederlassungen bis hin zur Belieferung der Kunden. Ziel war es, die Logistikprozesse effizienter zu gestalten, Pack- und Durchlaufzeiten zu reduzieren und gleichzeitig die Lieferfrequenz marktgerecht weiterzuentwickeln.

Im Fokus standen dabei:

  • die Erhöhung der operativen Effizienz,
  • die Reduzierung von Prozessvarianten,
  • sowie die Schaffung einer belastbaren Grundlage für weiteres Wachstum.

Spezielle Herausforderung: Heterogene Niederlassungsprozesse

Eine zentrale Herausforderung bestand in den unterschiedlichen, historisch gewachsenen Prozessen innerhalb der Niederlassungen. Obwohl alle Standorte formal Teil derselben Organisation waren, unterschieden sich Abläufe, Verantwortlichkeiten und Steuerungslogiken teils erheblich.

Diese Heterogenität führte unter anderem zu:

  • stark variierenden Packzeiten,
  • inkonsistenter Lieferqualität,
  • eingeschränkter Vergleichbarkeit von Leistungskennzahlen,
  • sowie erhöhtem Koordinationsaufwand zwischen Zentrale und Niederlassungen.

Eine rein theoretische Standardisierung hätte hier nicht zum Ziel geführt. Erforderlich war ein tiefes Verständnis der operativen Realität in den einzelnen Niederlassungen.


Vorgehen und Rolle der Berater

Das Projektteam ging systematisch, aber praxisnah vor. Zu Beginn wurden die bestehenden Logistik- und Kommissionierprozesse entlang der gesamten Supply-Chain detailliert analysiert. Dabei standen nicht nur Kennzahlen im Vordergrund, sondern vor allem das Verständnis der tatsächlichen Arbeitsabläufe vor Ort.

Auf dieser Basis wurden:

  • vergleichbare Prozessmodelle entwickelt,
  • Best-Practice-Ansätze aus leistungsstarken Niederlassungen identifiziert,
  • und realistische Zielprozesse definiert, die sowohl Effizienz als auch Umsetzbarkeit berücksichtigten.

Die Berater übernahmen dabei nicht nur eine analytische Rolle, sondern begleiteten aktiv die Abstimmung zwischen Zentrale, Logistik und Niederlassungen. Dadurch konnte frühzeitig Akzeptanz für Veränderungen geschaffen werden.


Ergebnisse und erzielte Wirkung

Im Ergebnis wurde ein harmonisiertes Logistikkonzept entwickelt, das klare Prozessstandards definiert und gleichzeitig ausreichend Flexibilität für standortspezifische Besonderheiten lässt. Die Packzeiten konnten signifikant reduziert, Lieferfrequenzen besser an Kundenbedarfe angepasst und die Transparenz entlang der Supply-Chain deutlich erhöht werden.

Darüber hinaus entstand eine belastbare Grundlage für:

  • eine einheitliche Steuerung der Logistikleistung,
  • zukünftige Automatisierungs- und Skalierungsschritte,
  • sowie eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Zentrale und Niederlassungen.

Fazit

Das Projekt zeigt, dass nachhaltige Optimierungen im Ersatzteillogistikgeschäft nur dann erfolgreich sind, wenn Marktverständnis, Prozesskompetenz und operative Erfahrung zusammenkommen. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit der Aftermarket Experten an.

Wenn auch Ihre Organisation vor ähnlichen Herausforderungen steht, lohnt sich ein vertiefender Austausch.