Freitag, 05 August 2016 19:04

Neue Studie zur Situation des lokalen Autoteilehandels in Deutschland

Neue Studie zur Situation des lokalen Autoteilehandels in Deutschland Robert Kneschke

DIE ZEIT DRÄNGT


DER LOKALE AUTOTEILEGROßHANDEL STEHT UNTER DRUCK


Rund 70% der lokalen Teilegroßhändler erwarten, dass ihre Roherlöse in den nächsten fünf Jahren sinken werden.
So lautet ein wesentliches Ergebnis der Befragung des lokalen Autoteilegroßhandels in Deutschland, die wolk after sales experts im Frühjahr 2016 durchgeführt hat. Alle Ergebnisse der Befragung sind in der Studie „Zukünftige Herausforderungen an den lokalen Autoteilegroßhandel“ zu finden.

Entwicklung Umsatz Teilehaendler

Die wichtigste Kundengruppe des lokalen Teilegroßhandels sind freie PKW-Werkstätten (Umsatzanteil = 40%), gefolgt von Endverbrauchern (27%) und Feierabend-Monteuren (12%). Doch gerade bei der wichtigsten Kundengruppe, den freien Werkstätten steht der lokale Teilegroßhandel im Wettbewerb mit dem regionalen Teilegroßhandel und vor allem den großen Distributoren. Hinzu kommen die Automobilhersteller und Autohandelsgruppen, die den IAM für sich als lukrativen Markt entdecken und Originalteile über die freien Werkstätten vertreiben.

Der intensive Wettbewerb führt zum einen dazu, dass der lokale Teilegroßhandel erwartet, dass sein Umsatzanteil mit freien Pkw-Werkstätten in den nächsten 5 Jahren um 2,4 Prozentpunkte sinken wird.

Zum anderen hat der zunehmende Wettbewerb gravierende Auswirkungen auf die Ertragslage des lokalen Teilegroßhandels. Rund 70% der lokalen Teilegroßhändler erwarten, dass ihre Roherlöse in den nächsten fünf Jahren sinken werden.

Insbesondere bei den Verschleißteilen, mit denen die lokalen Teilegroßhändler aktuell rund drei Viertel ihres Umsatzes erzielen, erwarten rund 60 % der Befragten zukünftig geringere Roherlöse.
Entwicklung RoherloeseDie angespannte Ertragslage bewirkt wiederum, dass sich in Bezug auf das Vorjahr nur rund 60 % der befragten lokalen Teilegroßhändler als erfolgreich bezeichnen, bezogen auf einen 5-Jahres-Zeitraum sind es noch rund drei Viertel der Unternehmen.

Viele der befragten Unternehmen sehen den Onlinevertrieb als den Faktor mit dem höchsten Bedeutungszuwachs für die Zukunft an. Doch ein eigener Onlineshop ist kein Allheilmittel. Vielmehr unterschätzen viele Händler den damit verbundenen Aufwand. Welche anderen Möglichkeiten sich dem lokalen Teilegroßhandel bieten, um sich am Markt erfolgreich behaupten zu können, sowie eine Menge weiterer interessante Ergebnisse finden sich in der Studie „Zukünftige Herausforderungen an den lokalen Autoteilegroßhandel“.

Inhalte der Studie:

  1. Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld der lokalen Teilegroßhändler, mit ihrer Kunden- und Produktstruktur, ihre angebotenen logistischen Dienstleistungen, ihre Wettbewerbssituation und ihrer Ertragslage sowie die erwartete zukünftige Entwicklung.
  2. Bestimmung der Erfolgsfaktoren des lokalen Autoteilegroßhandels in den letzten Jahren und für die Zukunft.
  3. Handlungsempfehlungen, wie sich der lokale Teilegroßhandel für die Zukunft rüsten kann, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Methodik der Studie
Aus einer Datenbank aller Teilegroßhändler in Deutschland mit insgesamt rund 1.400 Unternehmen wurde eine zufällige Stichprobe von 500 lokalen Teilegroßhändlern gezogen. Die Unternehmen wurden bis zum 19.04.2016 durch Mitarbeiter von wolk after sales experts kontaktiert. Insgesamt nahmen über 70 Unternehmen an der Befragung teil, wobei rund 90 % ihre Angaben über die webbasierte CAWI-Befragung machten. Die übrigen Teilnehmer nahmen an der Studie über ein persönliches Telefoninterview teil. Zusätzlich wurde ein Workshop mit fünf lokalen Teilegroßhändlern abgehalten, um die Ergebnisse der Befragung zu verifizieren.

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Ihr direkter Ansprechpartner:
Christoph Lamsfuß
+49 2204 842536
christoph.lamsfuss@wolk-aftersales.de

Letzte Änderung am Freitag, 16 Dezember 2016 13:40