Montag, 17 Februar 2014 09:48

Neue Einkaufs- und Vermarktungskooperation im europäischen Aftermarket

Konzentration und Kooperation im europäischen Teilegroßhandel intensivieren sich

Schon seit Jahren haben die Experten von wolk after sales experts auf eine Gegenreaktion der mittelständischen Teilegroßhändler auf die zunehmenden Konzentrationstendenzen zu „IAM Distributor-Konzernen“ in Europa gewartet.
Jetzt ist es soweit. Mit NEXUS AUTOMOTIVE INTERNATIONAL etabliert sich neben ATRI, TI, GAI, ADI und TecCar die sechste internationale Einkaufs- und Vermarktungs-Kooperation für Autokomponenten im Automotive Aftermarket. Die Zielrichtung von NEXUS konzentriert sich auf mittelständische und kleinere Teilegroßhändler. Die Expansionspläne dieser neuen internationalen Trade- und Buying Group (ITG) legen ein Schwergewicht auf die „Growing Markets“ in und außerhalb von Europa. Executive Director ist Philippe Guyot, ehemaliger Manager von Group Auto France, Business-Development.
Vornehmlich die mittelständisch strukturierten Kooperationen wie adi und GAI dürften den Wettbewerb zu spüren bekommen. In den letzten Jahren schrumpfte durch den Konzentrationsprozess (Kauf/Beteiligungen) in einigen Ländern für diese ITG`s bereits das Potential leistungsstarker Partner. Der Kampf um leistungsstarke mittelständische Teilegroßhändler dürfte sich damit forcieren. Für ATRI und TI könnte das der Aufruf sein, sich noch intensiver um die Direktbelieferung der Werkstätten zu kümmern. Auch die Teilehandels – Systempartner der großen Distributoren könnten auf der Akquisitionsliste von Nexus stehen. 

Zeit für neue Strategien im europäischen IAM Teilegroßhandel

Es steht fest, dass durch den Auftritt einer neuen internationalen Kooperation kein Teil im Aftermarket mehr verkauft wird. Dafür wird sich der Verdrängungs-Wettbewerb auf supranationaler Ebene der Einkaufskooperationen intensivieren, kommentieren die Experten von wolk after sales experts.

In Zeiten sinkender Roherträge und steigender Kosten im Servicesupport für die IAM Werkstätten könnte Nexus der Branche neue Impulse geben, wenn sich deren Ausrichtung verstärkt auf den Know how Transfer richten würde und weniger auf die Materiallogistik. Es wäre für Hersteller und Werkstätten sicherlich nicht zielführend, noch mehr JIT und Private Labels in den Markt zu drücken. Da der Aftermarket von einer passiven Nachfrage geprägt ist, wäre es marktbelebend, wenn proaktive Verkaufsimpulse im Focus stehen, was schlussendlich auch ein nachhaltiges Wachstum generieren würde.

Für die Komponentenhersteller bedeutet dass, dass sich neben der Konzentration von Großdistributoren nunmehr auch der Konzentrationsprozess in der Kooperationsszene verstärkt. Der Konditionendruck durch Harmonisierung auf internationaler Ebene dürfte sich dadurch für die Teilehersteller weiter erhöhen und den Margendruck intensivieren. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Komponentenhersteller verstärkt Impulse erhalten, den eigenen Weg in die Werkstätten zu suchen, um dem verstärkten Margendruck und Vertriebsabhängigkeiten zu entgehen.

Es bleibt nicht auszuschließen, dass es aufgrund von NEXUS in nächster Zeit zu Aus- und Übertritten in der bestehenden Kooperationsszene kommt und die Kooperationsszene neu geordnet wird. Gepaart mit dem stärker werdenden After Sales Onlinegeschäft gehen wir interessanten, aber auch chancenreichen Zeiten entgegen, schließen die Experten von wolk after sales experts.

Vertiefende Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Press Release von Nexus.
Für alle, die sich mit Nexus näher befassen wollen, weisen wir auf folgende Expertisen von wolk after sales expert hin:

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 20 Februar 2014 15:28

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